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Gefahren beim
Tauchen

Tauchen

Foto: Thomas Meier
Beim Tauchen ist der menschliche Körper geänderten Umweltbedingungen ausgesetzt. Dass der Aufenthalt in großen Tiefen nur in einer Tauchkugel möglich ist, hängt mit dem Schweredruck des Wassers zusammen. Nach jeweils zehn Meter Tauchtiefe steigt der Druck um ein bar.
Text: Rudolf Lobnig

Ohne Hilfsmittel und ohne besonderes Training können Menschen nur etwa 40 Sekunden lang tauchen. Geübte Schwamm- und Perlentaucher schaffen es, bis zu vier Minuten unter Wasser zu bleiben. Sie erreichen dabei Tiefen von bis zu 30 m. Mit Pressluftgeräten kann man
80 m bis 90 m Tauchtiefe erreichen. Die aus der Pressluftflasche eingeatmete Luft steht stets unter dem gleichen Druck wie das Wasser der Umgebung. Daher wird der Lungenhohlraum nicht zusammengequetscht. Allerdings wird es ab 50 m Tiefe wegen des Tiefenrausches sehr gefährlich. Bei ungeübten Tauchern können sogar schon ab 15 m Anzeichen dieses rauschartigen Zustandes auftreten: Ein Verlust der Urteilsfähigkeit, leichtsinniges Verhalten, Schläfrigkeit. Der Tiefenrausch entsteht durch den Stickstoffanteil der Atemluft: Bei hohem Druck wird viel Stickstoff im Blut gelöst.

Lässt der Druck plötzlich nach, bilden sich Gasbläschen im Blut und verstopfen die Adern. Es kommt zu Schmerzen und Lähmungen, die sogar zum Tode führen können. Taucher, die längere Zeit dem Druck in größerer Tiefe ausgesetzt waren, müssen erst wieder an geringeren Druck gewöhnt werden. Das geschieht durch Pausen beim Auftauchen oder in einer Dekompressionskammer. Um den Tiefenrausch zu vermeiden, wird der Stickstoffanteil der Atemluft durch ein anderes Gas (z.B. Helium) ersetzt. Mit diesem Gasgemisch (und speziellen Geräten) lassen sich Tiefen von einigen hundert Metern erreichen. Die Gefahr der Taucherkrankheit ist damit allerdings nicht gebannt; auch Helium wird nämlich im Blut gelöst.

 

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